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Louis-Benjamin
Audemars |
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- Sein Leben und Werk - Aufstieg und Niedergang einer Uhrmacherdynastie |
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von Hartmut Zantke |
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ca. 512 Seiten, 25 cm x 31 cm, D/E, 169 s/w, 434 farbige Abb. |
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Herausgegeben von Christian Pfeiffer-Belli Copyright by Hartmut Zantke 1st ed. 2003 ISBN 3-00-012191-9 Alle Rechte, die
Verbreitung und der Nachdruck, auch auszugsweise, vorbehalten. Printed in Germany. |
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Preis je Buch: Standard: EUR 98,-- / USD $ 119,-- / GBP £ 66,-- / CHF 149,-- Lederband: EUR 320,-- / USD $ 394,-- / GBP £ 219,-- / CHF 496,-- zzgl. Versandkosten je Buch für Privatkunden: EUR 9,-- (D, BeNeLux) / EUR 12,-- (EU) USD $
15,-- (USA, CA) / GBP £ 13,-- (GB) CHF 15,-- (CH) |
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Buchbesprechung Bildteil
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Louis-Benjamin Audemars (1782 – 1833) |
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Louis-Benjamin Audemars
war einer dieser ganz seltenen Menschen – ein Genie und Perfektionist und dazu
noch überaus fleißig. Seine Nachkommen behalten ihn zu Recht als unseren
berühmtesten Ahnen in Erinnerung. Doch es ist sicherlich falsch, wenn ein
Individuum oder eine Familie mit stellvertretendem Stolz auf solche Menschen
zurückblickt oder auf andere Weise versucht, die Errungenschaften eines
Vorfahren als ihre eigenen zu betrachten. 2001 nahm ich in Le
Brassus an der Beerdigung meines verstorbenen Paten und Cousins Henri-Daniel
Audemars teil, eines prominenten, weithin respektierten und viel geliebten
Einwohners des Dorfes und des Vallée de Joux. Unter den Hunderten von
Trauernden befanden sich zwanzig oder dreißig Menschen jungen und mittleren
Alters, die alle in irgendeiner Form miteinander verwandt waren und zu einem
Großteil den Namen Audemars trugen.
Ich kannte sie alle mehr oder weniger gut, untereinander waren sich
einige von ihnen jedoch kaum oder gar nicht bekannt. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen
haben sie alle auf ihren jeweiligen Gebieten viel erreicht, getrieben von dem
Fleiß, der Sichtweite und der Hingabe, die Louis-Benjamin selbst verkörperte. Sie sind seine Nachkommen
der fünften und sechsten Generation, und sein wahres Erbe: Jede Generation
der Familie zeichnet sich dadurch aus, mehr als ihren Teil an Individuen
hervorgebracht zu haben, die sich auf die eine oder andere Weise hervortun,
aber dennoch auch zu aufreibend harter Arbeit fähig sind. Zu seinen
Nachkommen zählen ein Pionier der Luftfahrt und einer der herausragendsten
klassischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, ein erfolgreicher Schriftsteller
und ein bekannter Künstler, ein Rennfahrerchampion und eine Schauspielerin,
Bankiers, Rechtsanwälte, Soldaten, erfolgreiche Unternehmer, erfolgreiche
Landwirte, erfolgreiche Beamte, erfolgreiche Ingenieure. Und – natürlich – die Uhrmacher, darunter
mein vor kurzem in den Ruhestand getretener Cousin Jean Audemars, der zu den
großen Uhrmachern des 20., wie auch jedes anderen Jahrhunderts gehört. Die Geschichte des
Unternehmungsgeistes und der Familie der Audemars wurde in den letzten 100
Jahren von verschiedenen Personen bruchstückhaft wiedergegeben. Am Vorabend meiner Pensionierung fand ich die
Idee lohnend, diese diversen Fäden zu verknüpfen, damit kommende Generationen
das Ganze erfahren mögen, vor allem jene, die nicht mehr in der Heimat leben,
dort, wo sich diese Ereignisse zugetragen haben, und die daher auch nicht von
einer anekdotischen Überlieferung profitieren können. Während
meiner Überlegungen zu dieser Arbeit wurde mir klar, dass es zwecklos wäre,
die verschiedenen Berichte einfach zu verschmelzen und neu zu erzählen, ohne
in der Lage zu sein, auch ein Verständnis der damit verbundenen technischen
Belange einzuflechten. Herr Zantke
und ich lernten uns vor etwa einem Jahr kennen (mehr oder weniger zufällig)
und das Privileg, ihm eine kleine Hilfe sein zu können, war mir ein
besonderes Vergnügen. Während ich diese Zeilen niederschreibe, gehe ich
zugleich den englischen Text seines Buches durch und bin wahrhaft froh
darüber, dass er mir diesen Berg an Arbeit abgenommen hat. Wie ich heute
weiß, hätte dies mein begrenztes technisches Wissen und Können weit
überschritten. Ich
gratuliere ihm zu einem bemerkenswerten Werk, für das ich ihm von Herzen
danke, nicht nur in meinem eigenen
Namen, sondern auch in dem meiner gesamten Familie. Paul
Audemars Somerton, England,
September 2004
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Aufgrund der Tatsache, dass das Haus Louis Audemars in den 74 Jahren
seines Bestehens nur ca. 9.000 verkaufsfertige Uhren produzierte, bereits im
Jahr 1885 liquidierte sowie seine Nachfolgeunternehmen nur wenige
Jahrzehnte existierten und überwiegend nur mittelmäßige Uhren lieferten,
geriet die Uhrmacherdynastie Louis-Benjamin Audemars und ihre Uhren
zunehmend in Vergessenheit.
In den letzten Jahrzehnten wurden im Handel und auf Auktionen nur
wenige Uhren des Hauses Louis Audemars angeboten. Diese Uhren wurden außerdem
noch häufig falsch beschrieben und datiert. Da die Marke „Louis Audemars“ bis
heute noch relativ unbekannt ist, gibt es kein einheitliches Preisgefüge.
Dies hat zur Folge, dass diese Uhren erheblich unter Wert verkauft werden. Weder
der Uhrenhandel noch die Mehrzahl der
Sammler sind sich der historischen Bedeutung, der großen
Seltenheit, der Schönheit, der innovativen Technik und der hohen Verarbeitungsqualität
der Uhren des Hauses Louis Audemars bewusst. Louis-Benjamin
Audemars und seinen Söhnen ging es nicht nur darum, einen technisch vollkommenen Zeitmesser mit höchster Ganggenauigkeit
zu schaffen, sondern zusätzlich alle möglichen Komplikationen zu
entwickeln und harmonisch in das Uhrwerk zu integrieren. Für seine Produkte
erhielt das Haus Louis Audemars die höchsten Auszeichnungen, die im 19.
Jahrhundert auf Weltausstellungen zu vergeben waren. Einige seiner
Uhren gehören zu den kompliziertesten, die je gebaut wurden. Die
Uhren des Hauses Louis Audemars, überwiegend mit Komplikationen, werden
aufgrund ihrer technischen Vollkommenheit, Schönheit und Harmonie des
Werkaufbaus, des Gehäuses, Zifferblattes und der Zeiger von keinem anderen
Uhrenhersteller übertroffen. Sie gehören zu den Meisterleistungen der Uhrmacherkunst. Das
vorliegende Buch gliedert sich in zwei Teile: Den Textteil und den Bildteil.
Der
Textteil stellt die Geschichte des Hauses Louis Audemars und seiner
Nachfolgeunternehmen im Rahmen der Entwicklung der Uhrenindustrie des 19.
Jahrhunderts dar. Im Bildteil werden
170 Uhren der Dynastie Louis-Benjamin Audemars in zum Teil
großformatigen Photos dargestellt. Diese dokumentieren die technische Vollkommenheit
und Schönheit ihrer Uhren.
Der Aufbau des Bildteils erfolgt - soweit wie möglich - nach Datierung der Werksherstellung bzw. der fertigen Uhren aufgrund der Werknummerierung, wobei zu bedenken ist, dass Uhren mit niedrigen Werknummern oft erst viele Jahre später terminiert und verkauft wurden. Leider war es nicht möglich, Farbphotos von allen berühmten hochkomplizierten Uhren zu beschaffen, da die Besitzer, soweit sie überhaupt bekannt sind, zur Veröffentlichung von Bildern ihrer Uhren nicht bereit waren. Es musste deshalb teilweise auf alte, bei der Familie Audemars vorhandene Schwarzweißphotos zurückgegriffen werden.
Bei den langjährigen Recherchen zu diesem Buch war der Verfasser auf die Unterstützung von Familienmitgliedern der Dynastie Louis-Benjamin Audemars, auf Informationen von Museen, Sammlern, Auktionshäusern und sonstiger Institutionen angewiesen. Hierfür schulde ich besonderen Dank:
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Herrn Paul Audemars, Somerton Auktionshaus Antiquorum, Genf Christies, London/Genf Adolphe Chapiro Auktionshaus Dr.Crott, Inhaber Stefan Muser,
Mannheim Musée International d´Horlogerie, La
Chaux-de-Fonds Auktionshaus Ineichen, Zürich Audemars Piguet et Cie, Le Brassus Auktionshaus Sotheby´s, London Patek Philippe, Genf Mme Jaqueline Audemars, Le Brassus Mr. Richard Stenning, Charles Frodsham, London |
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Hartmut Zantke
D-Leonberg/Stuttgart, September 2004
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